Sommertour 2019 – Tag 8

Dieser Tag sollte uns zum Dach der Tour führen und es war bis wenige Tage davor nicht klar, ob wir dahin fahren könnten. Der Winter hatte viel Schnee und dauerte sehr lange – die Nachwehen sollten wir noch zu sehen bekommen.

Zu Beginn fuhren wir entlang des Flusses Verdon nach Castellane. Dieser Teil der Verdonschlucht ist gut zu fahren. Mit Verkehr muss man rechnen, aber die kurvenreiche Strecke ist einfach zu schön.

Schon aus der Ferne weiß man genau, wo Castellane liegt, weil der alles überragende und markante Felsen mit der Kapelle (Chapelle Notre Dame du Roc) an der Spitze schon von Weitem zu sehen ist und unverkennbar ist.

In Castellane waren wir auf der Suche nach einer Tankstelle mit Waschmöglichkeit. Die Tankstelle konnten wir finden, die Waschmöglichkeit auch, aber die war kaputt. Es war die zweite Möglichkeit zum Autowaschen in 2 Tagen und beide waren kaputt und die Blicke der Angestellten der Tankstelle, als wir nach einer Autowäsche fragten, waren unbezahlbar. Ja, ein Auto kann man waschen!

Die weitere Route führte uns Osten, entlang des Lac de Chaudanne, hin zum Col de Saint Barnabé.

Hier beginnt eine schöne Reihe von tollen Streckenabschnitten – Col de Saint Barnabé, die Klamm Clue de Saint-Auban, Col de Buis und Col de Félines – mit dem Abschluss in Entrevaux mit dem spektakulären Blick auf die gegenüberliegenden Citadelle d’Entrevaux.

An der Nordost-Rampe von Col de Félines machten wir Pause in einem winzigen Lokal, scheinbar im Nirgendwo. La Halte de Félines heißt es und bietet neben toller Gastfreundlichkeit, ganz spezielle lokale Köstlichkeiten und einen sehr extravaganten Gastraum.

Diese kleine Pause kann ich nur jedem empfehlen. Es war für uns eine wunderbare kleine Oase.

Es blieb an diesem Tag aber spannend. Nach Entrevaux  fuhren wir in Richtung Daluis und allein schon bei diesem Namen läuft Kennern das Wasser im Munde zusammen. Gorges de Daluis ist eine ganz berühmte Schlucht, die man gesehen haben muss.

Roter Fels, wilde Formationen und eine tiefe Schlucht – das sind die Zutaten, die es braucht. Dann sollte man noch wissen, dass die Fahrtrichtung nach Norden die bessere Richtung ist.
Die Straße ist an vielen Stellen in getrennte Richtungsfahrbahnen unterteilt und in Richtung Norden fährt man immer an der Schlucht und nicht, wie an manchen Stellen, durch Tunnels.

Unmittelbar nach der Durchfahrt durch die Schlucht lotste ich uns auf die kleine Straße nach Sauze. Die bringt uns dem Tagesziel zwar um keinen Millimeter näher, sondern ist einfach nur eine winzige, kurvenreiche Straße zu einem uns unbekannten kleinen Ort.
Trotzdem wollte ich da nicht vorbei fahren. 22 Kehren auf knapp 8km Länge – das mussten wir probieren. Und was soll ich sagen – die Straße ist sehr, sehr nett.

Oben angekommen fanden wir ein wirklich nettes Lokal – das einzige im Ort – beim Bürgermeister. Auberge de Sauze ist ein kleines Lokal mit freundlichen Menschen. Die konnten außer Französisch keine Sprache, wir nur ein paar Brocken der Landessprache und trotzdem bekam jeder, was er wollte. Ausgesprochen nett und gastfreundlich!

Nach dieser erbaulichen Pause wieder zurück nach Guillaumes und auf dem gegenüberliegenden Hang rauf nach Valberg, wo wir auch schon mehrmals übernachtet haben.

Wir fuhren nicht auf der Hauptstraße D28, sondern auf der Strecke über Péone, auf der D29, hin zum Col de Valberg mitten im Ort.

Die Strecke ist wenig befahren und bietet viele schöne Kurven und einige Kehren.

Valberg ist ein typischer Wintersportort, der im Sommer nicht viel hergibt. Im Winter steppt hier aber sicher der Bär und alles ist voll.

Weuter ging es in Richtung Osten, nach Beuil und dann weiter zum Col de la Couillole. Auf dieser tollen Strecke hatten wir diesmal eine Schrecksekunde mit einem Reh.

Alles gut ausgegangen und das auch dank der perfekten Reaktion von Herbert, der hinter uns fuhr!

Der weg führte uns danach weiter nach Norden und Nordwesten, hin zum höchsten Punkt unserer Tourenwoche. Col de la Bonette heißt dieser Pass.

Die Strecke vorbei an Isola, wo man auf den famosen Col de la Lombarde abbiegen kann und direkt nach Italien kommt.

Immer weiter steigt das Gelände an und irgendwann ist man wieder über der Waldgrenze und es geht immer noch weiter nach oben. Nur wenige Tage vor unserer Ankunft war Col de la Bonette wegen des Schnees noch gesperrt! Aber jetzt sollten wir drüber fahren können.

Auf der Passhöhe war immer noch eine Menge Schnee und leider war die Rundstrecke rund um Cime de la Bonette noch gesperrt. Schade, aber es ging um wenige Tage früher oder später.

Das Panorama am Col de la Bonette ist atemberaubend. Auch das Wetterglück war auf unserer Seite und wir konnten bei angenehmen Temperaturen den Ausblick genießen und schöne Fotos machen.

Col de la Bonette - Blick nach Süden

Panorama nach Süden

Col de la Bonette - Blick nach Norden

Panorama nach Norden

Die Abfahrt nach Jausiers war auch sehr, sehr schön. Tolle Strecke und an diesem Tag auch recht wenig Verkehr.

Unser Nachquartiert hatten wir in Le Sauze im sehr angenehmen Hotel L’Equipe.

#drivetogether #1000roadstodrive #roadstertouren

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