Sommertour 2021 – Tag 3

Es war der Tag der Überraschungen.

Beim Frühstück kam die schlechte Nachricht – Ralph hatte kein gutes Gefühl nach den Problemen am San Bernardino und wollte den ND in Deutschland reparieren lassen und reiste daher nach dem Frühstück nach München zurück. Eine Entscheidung, die wir alle gut verstehen konnten. Noch waren wir relativ nah und da der Fehler ja jederzeit wieder auftauchen konnte, war es besser hier und jetzt die Segel zu streichen. Wie wir später erfuhren ist er gut und ohne Probleme in München angekommen und in der Zwischenzeit ist der ND repariert.

Für uns anderen hieß es Abschied nehmen und bei strömendem Regen aus Domodossola abzureisen.

Das erste Ziel war der Lago Maggiore und wollten wir auf den Monte Mottarone zwischen dem Lago Maggiore und dem Lago d’Orta. Da oben sollte man ein wunderbares Panorama und vor allem schönen Blicke auf die beiden Seen genießen können.

Bei der Abfahrt regnete es, aber hörte sehr bald auf. Die Straßen waren zwar noch nass, aber die Chance stieg, dass wir die netten Blicke haben könnten. In Baveno am Lago Maggiore kam dann die Ernüchterung  in Form eines heftigen Gewitters, das wir teilweise unter dem Dach einer Tankstelle verbrachten. Es schüttete heftig, Blitze und Donner erfüllte die Atmosphäre und so wäre es keine gute Idee gewesen auf den Berg zu fahren. Also änderte ich kurzerhand die Route, so dass wir die kleine Bergstraße umfahren würden und ich denke immer noch, dass es in dem Fall die beste Entscheidung war.

Die Strecke von Carciano nach Armeno am Lago d’Orta war sicher keine schlechte Wahl und bot einige schöne Streckenteile. Am Lago d’Orta wurde das Wetter auch besser. Der Blick zurück zeigte mir aber, dass der Monte Mottarone noch immer in einer dicken Wolke lag.

Weiter ging es auf einer herrlich schwungvollen Straße auf den Passo della Colma, den wir bis dahin noch nie besucht hatten. Die Strecke ist sehr empfehlenswert. Sie ist gut ausgebaut und verleitet zu einer flotten Fahrweise.

Die nächste Etappe führte uns zum Monte Gemevola. Das ist zwar keine Passstraße im eigentlichen Sinn, aber auf der Karte wirke sie mit den vielen Kurve wesentlich verlockender als die Strecke im Tal. Ganz nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“, gingen wir es an.

Auf dieser Strecke erlebten wir ein ganz besonderes Schauspiel. Vor uns musste hier ein schweres Gewitter mit Hagel runtergegangen sein und wir dürften die ersten Autos nach dem Unwetter auf dieser Straße gewesen sein. Plötzlich waren Blätter auf der Fahrbahn. Erst einzelne, dann immer mehr und nach einer kurzen Strecke fuhren wir auf einer „grünen Fahrbahn“. Es war ein wenig gespenstisch anzusehen und gleichzeitig ein wenig beängstigend. Es war nicht zu sehen, was unter den Blättern war. Hier könnten große Löcher sein, oder auch größere Steine konnten sich hier verstecken. Das ging dann über mehrere Kilometer so und hörte irgendwann fast augenblicklich wieder auf. Ich denke, dass wir an der Stelle großes Glück mit dem Wetter hatten und von dem Unwetter verschont wurden.

Die Route führte uns weiter ins Tal und dann gleich wieder rauf auf die wunderbare Panoramica Zegna. Auch hier waren an manchen Stellen Unmengen von Blättern auf der Straße. Es war wirklich ein Glückstag!
An der „Wing Over Bar“ machten wir, wie üblich, Pause inspizierten mal die Autos, die rundum mit Blättern und Teilen von Blättern verschmutzt waren. Es sah aus, wie Mähgut.
Bei unserer Abfahrt begann es wieder zu regnen und schon nach kürzester Zeit wurde daraus ein heftiges Gewitter – zum Glück ohne Hagel!

 

Dieser Regen ließ mich auch den kleinen Ärger vergessen, dass wir die kleine Straße wegen einer Sperre diesmal nicht fahren konnten. Zu schön wäre es gewesen, aber nach einem Erdrutsch im Herbst 2020 ist die Straße noch immer gesperrt. An diesem Tag war es aber besser nicht auf dieser kleinen und sehr engen Straße zu sein!

Ab hier war die Strecke nicht mehr sonderlich spannend und wir erreichten zu einer guten Zeit und ohne Probleme, aber wieder im Regen, unser Hotel in Romano Canavese.

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