MX-5 Experience in Teesdorf

Wieder eine längere Testfahrt mit dem neuen Mazda MX-5. Als MX-5 Club nahmen wir an der MX-5 Experience im Fahrtechnikzentrum des ÖAMTC in Teesdorf teil. Wir sind natürlich aufgefallen, weil wir mit unserem Polo-Shirts des Treffens am Semmering „eingefallen“ sind. Das war nett!

Mazda MX-5 Driving Experience Boardingpass

4 Stationen waren im Plan:
– Handlingkurs
– Schleuderplatte
– Kurvengeschwindigkeit/Driften
– Produktpräsentation

Auf mehrfachen Wunsch habe ich diesmal sehr genau auf Spaltmaße und die sichtbare Qualitätsanmutung geachtet. Bei keinem Auto konnte ich Probleme bei den Spaltmaßen sehen. Weder bei Kofferraumdeckel, Motorhaube noch Türen. Es war auch keine Haube schief montiert. Und für mein ungeübtes Auge war die Spaltmaße in Ordnung.

Jetzt sind wir doch schon in Summe ein paar Stunden im ND gesessen – auf der Fahrerseite bin ich glücklich – trotz 187cm Länge und 115kg 😉 – Uschi ist mit der Beifahrerseite noch nicht glücklich – ich finde die ganz OK. Da müssen wir nochmal probieren, ob vielleicht eine andere Sitzeinstellung Besserung bringt. Es ist hauptsächlich der „Buckel“ am Getriebetunnel, der sie stört.

Die Dinge, die wir bei Touren im Handschuhfach haben, würden wir ziemlich sicher auch gut im Mittelfach in der Rückwand unterbringen. Problematisch ist das vielleicht in Kombination mit der Benutzung des Flaschenhalter. Müssen wir noch probieren.
Auch im Innenraum war die Verarbeitung OK – die Materialien wirken definitiv nicht schlechter als in meinen NC (Vor-FL).


Zum Handling

Wir hatten nur einen Wagen mit dem 2.0Liter-Motor zum testen, darum sind wir die meiste Zeit mit dem 1.5l gefahren. Aber ich konnte jeweils 2 flotte Runden am Handlingskurs direkt hintereinander mit den beiden Motoren fahren. Man glaubt, dass der 2.0 vehementer antritt. Aber der Glaube täuscht – auf der langen Geraden konnte ich den 1.5l auf 130km/h beschleunigen – der 2.0l unter exakt gleichen Voraussetzungen (also ich war immer allein im Auto) kam auf vielleicht 132km/h. Da ist dann der Unterschied plötzlich gar nicht mehr so groß, wie es am Papier aussieht. Für weitere Tests war leider keine Zeit mehr.

Der 1.5l fühlt sich als Ganzes agiler an. Ich habe aber das Gefühl, dass der 2.0l vielleicht wegen des Bilstein-Fahrwerks „nur“ besser liegt und weniger Bewegung in die Karosse bringt und sich darum die kleine Variante beweglicher anfühlt. Das ist jetzt mal ein simpler Erklärungsversuch. Ich denke auch, dass die „Rundenzeiten“ auf der Handlingstrecke ziemlich gleich sein könnten. Habe aber keinen Beleg dafür.

Auf nach dem 2. Testtag ist für mich der 1.5l der Favorit, weil er mir einfach mehr Spaß vermittelt und das liegt vielleicht an den Art, wie sich das Auto bewegt. Der 2.0l liegt irgendwie satter, aber bringt mir nicht so viel Freude am Fahren. Das ist natürlich sehr, sehr subjektiv!

Auf der Schleuderplatte

hatte ich mit dem MX-5 keinerlei Probleme. Ich war schon oft, mit unterschiedlichen Autos, auf der Schleuderplatte und glaube, dass ich das ganz gut kann. Es war wie fast immer – beim ersten Durchgang habe ich mit eingedreht und dann nie wieder. Auf der Schleuderplatte hatten wir ausschließlich 1.5er zum Fahren.
Das Auto muss aber sehr ausgewogen sein, weil auch bei abgeschaltetem DSC hatte ich keinerlei Probleme das Auto einzufangen. Mit DSC kommt der Impuls der Schleuderplatte, dann ein Gegenpendler und das Auto ist gerade und bleibt immer in der Spur. Ohne DSC kommt der Impuls, dann ein Gegenpendler, noch ein kleiner Gegenpendler und fertig – wieder gerade und die ganze Zeit in der Spur. Besser kann es ein Auto nicht machen und es spricht für die Ausgewogenheit des Autos und die Abstimmung, dass es auch ohne DSC so problemlos macht. Immerhin hat der MX-5 ja auch einen recht kurzen Radstand. Super!

Schleuderplatte

Kurvengeschwindigkeit

wird auf feuchtem Rutschbelag gefahren und zeigt hauptsächlich wie gut der Reifen ist und wie DSC arbeitet. Der Serienreifen am 1.5 ist der Yokohama Advan und der ist nicht wirklich schlecht. Man bekommt sehr gut Feedback über die Lenkung und man spürt sehr schön, was das Auto macht. So kommt man recht „überraschungsfrei“ über die Runden. Übersteuern zeigt das Auto wunderschön und so bleibt Zeit zum Reagieren. Toll gelöst!
Das DSC lässt viel zu, greift dann auch gut ein. Beim NC vor FL ist das in Wirklichkeit nur auf Sicherheit und damit recht ruppig abgestimmt, nach FL wesentlich besser, beim ND nochmal um ganze eine Ecke besser. Auch leichte Drifts (eher Rutscher) sind möglich. Mit ausgeschaltetem DSC ist driften gut möglich. Was mich ein wenig stört ist, dass der Motor, wenn man komplett vom Gas geht, noch ein wenig anschiebt – also die Wirkung ist, wie wenn man noch leicht Gas geben würde. Darum habe ich eigentlich nur einen schönen, langen Drift hinbekommen, ansonsten hat es mich oft gedreht, weil ich – für mich zwar rechtzeitig – zu spät vom Gas gegangen bin. Das ist aber sicher nur eine Sache der Gewöhnung und stellt kein Problem dar. Der 1.5er hat ja kein Sperrdifferential und trotzdem sind Drifts möglich und kontrollierbar.
Drift auslösen geht auf jede erdenkliche Art und Weise 😉 Gas, Kupplung, Lastwechsel – alles kein Problem.

Gruppenbild

Mein Resümee

des heutigen Tages – das Handling begeistert mich immer mehr. Der NC fühlt sich nach dem ND träge an. Die äußere Form gefällt mir nach wie vor sehr gut. Das Interieur ebenfalls, aber wegen der Platzverhältnisse im Innenraum schauen wir einfach nochmal – es eilt ja nicht 😉

Es ist phantastisch, dass sich ein Auto so leicht anfühlt und gleichzeitig auch so gut auf der Straße liegt. Es macht einfach Spaß und ist ein würdiger MX-5. Gutes besser zu machen ist eine hohe Kunst!

Eine Video über MX-5 Experience

Weitere Berichte

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