Season Ending 2019 – Tag 4

Manchmal muss man auch Grenzen ausloten, so auch bei diesem Season Ending. Wie weit könnten wir in den Süden fahren, dabei flott voran kommen, möglichst die Autobahn vermeiden und trotzdem einen interessante Strecke finden? Es ist gelungen – aus mehreren Varianten, unter anderem, weil Passo Manghen gesperrt war, wählten wir diese und mit einer kreativen Abwandlung fuhren wir sie dann auch.

Wir waren wir immer mit 3 Gruppen unterwegs und jede der Gruppen fuhr im Prinzip die gleiche Strecke, aber dann doch mit kleinen Abwandlungen, weil jeder Tourguide doch etwas anderes in der Gegend kennt. Sehr spannend.

Helmut fuhr mit seiner Gruppe über das Reiterjoch, das nur an ganz wenigen Tagen im Jahre frei zu befahren ist – so auch in diesen Tagen. Ansonsten ist es für den Verkehr gesperrt.
Ich fuhr mit meiner Gruppe einen alternativen Weg in Val di Fiemme. Statt nach San Lugano auf der SS48 zu bleiben, fuhren wir auf die schmale SP79 und genossen diese kleine, schmale Straße bei bestem Wetter.
Die schnelle Gruppe fuhr ein Stück auf der Autobahn, um schnell Kilometer zu fressen und mehr Zeit in den Bergen verbringen zu können.

Jede dieser Ideen ist richtig und gut und zeigt, dass es immer alternative Wege gibt, die zum fahrerischen Glück führen. Falsch oder richtig, das kann ich hier nicht sagen.

Der erste Teil der Tour führte uns wieder in Richtung Bozen durch das Eisacktal. Diesmal bis Blumau, wo wir links in Richtung Steinegg abbogen und die Kehren „rauftoben“ konnten. Spaßig war das.

 

Dann über die Hochebene und wieder mit vielen Kehren ins Tal. Aber nur kurz und dann wieder rechts weg und auf schönen Straßen in Richtung Deutschnofen und weiter in Richtung San Lugano. Hier auf die kurvige SP79, um ins malerische Val di Fiemme zu kommen.

Weiter zum Westufer des Caldonazzo-Sees und schon hatten wir unser großes Ziel vor Augen. Die wunderschöne Kaiserjägerstraße ist nah am südlichen Ende des Sees. Die landschaftlich schöne Strecke des Kaiserjägerwegs überwindet auf 12 km und 1000 m Höhenmeter. Angelegt wurde diese ehemalige Kriegsstraße in den 1870er und 1880er Jahren von den österreichischen Kaiserjägern um darauf Material für südlich gelegene Befestigungswerke transportieren zu können. Der Ursprung der Straße liegt aber schon Jahrhunderte zurück. Ein Saumpfad, „Menatorweg“ genannt, führte vom Valsugana zur Hochebene von Lavarone.

Genau dahin wollten wir und vom Aussichtsplatz den traumhaften Blick auf das Tal, den Caldonazzosee und den Levicosee geniessen zu können. Es war perfekt!

Auch die Ankünfte der 3 Gruppen waren zufällig perfekt getimt. Die „langsame“ Gruppe war als erste am Parkplatz. weil sie den kleinen Umweg nicht genommen hatten. Dann kamen wir und es war noch genau Platz für unsere Autos. Als wir schön langsam wieder abfahren wollten kam auch die „schnelle“ Gruppe an und sie konnten unsere Plätze übernehmen. Besser geht’s eigentlich nicht, wenn man mit 19 Autos unterwegs ist.

Am Caldonazzosee konnten wir direkt am Wasser das Mittagessen zu uns nehmen. Auch das war extrem nett.  Vor allem, weil es so angenehm warm war an diesem Tag.

Nach dem Essen über den Passo del Redebus, statt durchs Tal, ins Val di Fiemme. Diesmal fuhren wir natürlich an der Ostseite des Tales.

Passo Lavazé war unser nächstes Ziel und schon bei der Anfahrt wurden wir sprachlos. Ende Oktober 2018 gab es starken Schneefall und heftige Stürme in Südtirol und die Schäden dieser Tage sind heute gerade hier nicht zu übersehen. Ganze Hänge sind kahl und Riesenbäume liegen noch immer wie Streichhölzer geknickt am Boden. An Leitplanken sieht man, wie die Stämme drauf gedengelt haben. Es wird noch Jahre dauern diese Menge an Holz abzutransportieren. Ein schrecklicher Anblick und grad am Lavazéjoch ist es ganz besonders schlimm.
Übrigens war es auch am Passo Redebus sehr kahl und überall Baumstämme, die abtransportiert werden müssen.

Am Lavazé haben wir uns kurz besprochen und die Route der Heimfahrt ein wenig angepasst. Statt direkt ins Hotel zu fahren, wollten wir noch einen kleinen, aber interessanten Umweg machen. Den Karersee und der Passo Nigra wollten wir noch besuchen. Die Ziele liegen ja fast am Weg.

Bei der Anfahrt zum Karersee war ich einigermaßen verwirrt, weil dachte auf der falschen Straße zu sein. Sie kam mir fremd vor. Da waren Steilwände zu sehen, die ich so nicht in Erinnerung hatte. Und dann plötzlich das Informationszentrum des Karersees, aber alles sah sehr fremd aus.
Es war das gleiche Phänomen, wie am Lazazépass. Ein Großteil des Waldes war durch den Sturm umgelegt, die unbekannte Steilwand war die Latemarspitze, die man früher wegen des Waldes so nicht sehen konnte.

Karersee

Rosengarten

Weiter oben war dann ein Teil des Ausmaßes sichtbar. Ein Großteil des Waldes war weg. Ein schrecklicher Anblick und es wird Jahre dauern, bis hier wieder Wald steht.

Nigerpass

Weiter fuhren wir zum Nigerpass und dann weiter nach Kastelruth. Herrlich kurvige Straßen nach der flotten Passabfahrt.

Danach direkt nach Mühlbach ins Hotel. Es war ein traumhafter Tag!

 

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