Kremstal Classic 2018

Die 5. Kremstal Classic des ORC Neuhofen und das am 5.5.2018.
Da mussten wir dabei sein! Natürlich auch zum 5. Mal!

Die Erwartungen an die Veranstaltung waren hoch, die Erwartungen an uns selber auch. Mussten wir doch die schmerzliche Scharte aus dem Vorjahr beseitigen.

Und sämtliche Erwartungen wurden übertroffen! Erst Mal zur Veranstaltung:
Es ist fast schon müßig zu sagen, dass das Roadbook perfekt war. Auch mit Mühe war kein Fehler zu finden. Die Strecke war super ausgewählt. Wieder ging es über zahllose asphaltierte Güterwege und wunderbare Landesstraßen. An vielen Ecken und Enden standen Menschen, winkten und freuten sich uns zu sehen. Das zeigt, dass die Veranstalter viel Information verteilt haben mussten! Auch auf diesem Gebiet sind die Kremstaler anderen Veranstaltern meilenweit voraus. Hut ab!

 

Die Prüfungen waren, wie erwartet, zum Teil schwierig und herausfordernd, aber immer schaffbar. Eine Timingprüfung, die zum Großteil auf Rutschbelag ausgeführt wird, gibt es nicht oft.
Es ist auch schön zu sehen, wie mit relativ geringem Aufwand großartige Prüfungen aufgebaut werden können.
Phantastisch die Beschleunigungsprüfung mit anschließender Timingprüfung. OK – die Beschleunigung ging nicht ins Gesamtergebnis ein, die Timingprüfung aber natürlich schon. Bei vielen merkte man der Ehrgeiz trotzdem mit „Pedal to the metal“ durch zuziehen und zu riskieren, dass man die erste Kurve im Timing nicht mehr bekommt. Spannend. Hier wurden wir mit 1/100 Rückstand Vierte!

Die Rollprüfung war nur etwas für Männer mit dem Gedanken „wer bremst verliert“. Uns fehlten am Ende 2-3 Meter bis zum Lichtschranken. Anderen nur wenige Zentimeter. Egal – nicht geschafft ist nicht geschafft. Dabei wäre sie machbar gewesen, wenn man den Bremsimpuls am Ende in Zaum halten hätte können. Mehr als 75% der Teilnehmer konnten das nicht und „verreckten“ mehr oder weniger knapp vor dem Lichtschranken. Fair, dass die Veranstalter diese Prüfung aus der Wertung genommen haben. Wir hätten auch damit leben können.
Das einzig unfaire war, dass Roland Pungarsek, der bei dieser Lichtschranke Dienst machte, 1 Stunde lang Spaß hatte und die verdutzten Gesichter der Teilnehmer sehen durfte. Er hat übrigens kein einziges Foto gemacht. Dabei hätte sich diese Stelle perfekt für den Fotografen angeboten. So viele aufgerissene Augen und Münder gab es sonst sicher nirgendwo zu sehen.

Schwierig war auch die Auffahrt zum Kasberg. Die Strecke war ziemlich genau halbiert und wir sollten beide Teile in der gleichen Zeit fahren. Natürlich innerhalb eines Zeitrahmens.
So einfach das klingt, so schwierig war es dann im Detail, weil die Kremstaler die „Mittelstation“ mit einer supergeheimen Timingprüfung verschärft hatten. Und genau diese sorgte in der Mittagspause für heftige Diskussionen. Nicht, weil sie zu schwer war oder irgendwie „gemein“ aufgestellt gewesen wäre. Nein – kaum einer konnte sich erinnern in welcher Reihenfolge die Fahnen aufgestellt waren. Und somit hatte praktisch jeder den echten oder vermeintlichen Fehler anders korrigiert und manche lagen richtig, andere falsch.
Zur Ehrenrettung der Veranstalter!!! Die Prüfung war weder fies, noch unschaffbar. Sie erzeugte nur in den Autos eine kleine Erhöhung des Stresspegels. Aber genau dafür lieben wir die Kremstal Classic.

Es gibt auch einen Kritikpunkt, der mal besprochen gehört und die nicht nur die Kremstal Classic betrifft, aber hier grad „aufgepoppt“ ist.
Es ist schön, dass Elektronik im Auto zugelassen ist, weil dadurch auch niemand ausgesperrt ist und die Stoppuhr am Handy für manche der kostengünstige Einstieg in ein erfüllendes Hobby sein kann.
Aber einer der Teilnehmer zeigte, was dann doch zu viel ist und aus meiner Sicht auch unpassend. Wenn in einem Klassiker mehr Bildschirme als in einer aktuellen Luxuslimousine verbaut sind, dann geht das den entscheidenden Schritt zu weit. Was da sichtbar an Elektronik verbaut war, ist eigentlich schon zu viel. Keine Ahnung, ob da noch Teile drin sind, die gar nicht sichtbar sind. Hier sollte vielleicht die Ausschreibung überarbeitet werden, so dass neben Laptops auch Tablets nicht erlaubt sind. Das sind in der Zwischenzeit schon vergleichbare Geräte. Ich weiß, dass neben der Elektronik der Fahrer das entscheidende Element ist, weil der ja exakt die Messstellen treffen muss, aber im Vergleich zu unserer „Sanduhr“-Technik ist dann doch ein kleiner (oder großer) Vorteil spürbar, weil dem Team etwas Stress genommen wird. Ich fände da auch eine Regelung in Ordnung, die die Punkte mit einem Faktor erhöht, der von der eingesetzten Technik abhängt. Z.B.: Sanduhr Faktor 1, voll elektrofiziert Faktor 2. Mit Abstufungen dazwischen.

 

Mein Fazit: die Rallye war spannend, kurzweilig und höchst unterhaltsam – genau, was wir wollen und genau, warum wir immer wieder dabei sind!
Sämtliche Funktionäre waren gut aufgelegt, freundlich, gut instruiert – schlicht gut drauf. Auch da könnten sich andere ein Scheibchen abschneiden.
Die ganze Organisation der Rallye war perfekt und brachte uns eine (aus organisatorischer Sicht!) entspannte Veranstaltung. Fein!

Unser Ergebnis?
Besser als erwartet!!!
Sieg in unserer Klasse und 6. in der Gesamtwertung!

Wir kommen gern wieder zur 6. Kremstal Classic!

Hier noch 2 Videos aus der Veranstaltung:

  1. Bremsprüfung: youtu.be/BbGK_SVdpO0
  2. Rutschbelag: youtu.be/V6rWw3Rsm88

Das einzige, an dem die Kremstaler noch arbeiten müssen, ist das Wetter. Bitte das geht gar nicht! Regen am Vormittag!!!

Natürlich gibt es auch ein Ergebnis:

1. Weber/Ackermann – BWM 3.0si – 1973 – 7,05
2. Schlager/Schlager – Toyota Celica ST – 1972 – 14,70
3. Zimmermann/Bacher – Alfa Romeo Berlina – 1971 – 16,02

6. Stumpf/Riedl – Chevrolet Corvette – 1959 – 18,39

Herzliche Gratulation an alle!!!

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