Hungaria Classic 2018

Unser erstes Antreten im Ausland und dann auch gleich in Ungarn, wo die absoluten Lichtschrankenspezialisten zu Hause sind. Es war schon im Vorfeld ein wenig aufregend, aber mit Fritz Jirowsky und Gerhard Soukal hatten ausgezeichnete Instruktoren. Immerhin sind die beiden die regierenden ungarischen Meister – die ersten Ausländer, die das geschafft haben!

Wir nutzten die Möglichkeit am Freitag anzureisen und am Trainingsgelände üben zu können. So nebenbei waren wir dann auch bei der Meisterschaftsfeier für 2017 dabei.

Die Trainingsmöglichkeit ist einfach genial. Es stehen 2 Pacours zur Verfügung. Bei einem 3 Lichtsschranken – Einstoppen und dann 2 Zeiten, die man sich selbst wählt und unmittelbar nach der Durchfahrt sieht man schon die Zeiten am großen Display. Für uns sehr wichtig, weil es in dieser Saison die erste Rallye war und wir vorher keine Möglichkeit zum Üben hatten.

 

Am zweiten Parcours eine Uhr, auf die man sich Einstoppen muss und dann eine Lichtschranke. Auch hier natürlich wieder ein Display.
Wir haben diese Übungsmöglichkeit ziemlich lange genutzt und verschiedene Szenarien probiert und holten uns da schon die Bestätigung, dass wir über den Winter nichts verlernt hatten. Die Zeiten waren nicht nur für unsere Begriffe sehr gut! An den 3 Lichtschranken durchwegs um 1/100-Bereich – wir waren zufrieden!

Danach ein paar Schritte weiter zur Siegerehrung der Saison 2017, bei der sich Fritz und Gerhard ihre Meisterschaftspokale abholen konnten. An dieser Stelle eine herzlichen Gratulation an die beiden! Grandiose Leistung!
An sich eine nette Feier mit dem Manko, dass wir kein Wort verstanden. Nichtmal Namen konnten wir heraus hören. Es hätte auch der Wetterbericht sein können. War es aber natürlich nicht!

Im Anschluss zurück ins Hotel und in der Nacht durch Budapest der Donau entlang. Das ist absolut sehenswert!

Am Samstag dann der Start zur Hungaria Classic und wir mittendrin. Die erste Besonderheit in Ungarn ist, dass die Startnummer, die am Auto klebt, nichts mit der echten Startreihenfolge zu tun hat. Das ist ein wenig Gewöhnungsbedürftig, aber natürlich kein Problem, wenn man im Auge hat, wer vor einem unterwegs sein sollte. Wir hatten es leicht – vor uns war der Honda CRX von Fritz und Gerhard.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Timingprüfung eher langsam zu fahren sind. Nicht alle, aber viele. Das Tempo in den Prüfungen Österreich ist generell ein wenig höher. Die Prüfungen sind durchwegs gut zu fahren und es wird vom Veranstalter scheinbar auch viel Rücksicht auf größere Wendekreise genommen. Da haben wir auch schon anderes erlebt, aber hier bei der Hungaria Classic alles perfekt.

Apropos perfekt – das Roadbook war perfekt! Wir waren ein wenig verwundert, dass es keine Referenzstrecke gab, aber uns wurde erklärt, dass dies nicht notwendig sei. Und genauso war es dann auch. Im Raodbook war kein einziger „Abbieger“, der irgendwie gefinkelt oder gar gemein war. Diese Rallye ist ohne jedes Problem mit einem ungenauen Tageskilometerzähler zu fahren. Trotzdem war die Kilometrierung des Roadbook vollkommen korrekt. Die Leute wissen genau, was die tun.
Noch ein netter Unterschied zu österreichischen Roadbooks – alles ist 2-sprachig! Jeder Hinweis im Buch steht auch englisch da. Tadellos!

Es gibt auch einen Punkt, der uns nicht gefallen hat, der aber nicht an den Veranstaltern liegt. Halt – 2 Punkte waren es. Der erste war das Wetter. Das geht gar nicht! Bei der An- und Abreise super Wetter, aber am Rallyetag durchgängig Regen. Da muss man nacharbeiten! Ok – war nur ein Scherz. Nicht das Wetter, das war wirklich übel.
Was wirklich nicht so toll ist, ist der Straßenzustand auf vielen Teilstücken. Immer wieder stand im Roadbook „poor quality road“, „wavy road“ oder „potholes!“ und genau so war es dann auch. Leider.

Mein Resümee zur Rallye – toll organisiert, super durchgeführt, mit viel Liebe aufbereitet und perfekt umgesetzt. Eine glatte Empfehlung – auch für andere österreichische Teams!
Wunderbar ist, wie viele Zuschauer an der Strecke, bei einigen Prüfungen und bei den Pausenplätzen waren. Die Begeisterung der Zuschauer ist phänomenal! Und das Kind, das in der Corvette Platz nehmen durfte, wird sicher noch lange davon berichten können.

Unser Ergebnis der Rallye liest sich nicht so toll, ist es aber trotzdem! Wir fuhren einen Schnitt (nach Abzug unseres Streichresultats) von 15/100 (inkl Steicher 17/100) und das ist ganz großartig. Nur selten konnten wir solche Zeiten über eine ganze Rallye halten. Ein vermeidbarer Fehler brachte und eine zusätzliche Strafsekunde.
Am Ende erreichten wir in der Super-Klasse den tollen 12. Platz und in der Gesamtwertung den hervorragenden 21. Platz von 40 und damit nur ganz knapp an unseren ersten Meisterschaftspunkte vorbei. Wir sind stolz drauf!

Fritz und Gerhard erreichten den 11. Platz in der Gesamtwertung!

Bei der Heimreise hatten wir natürlich wieder allerbestes Wetter!

#1000roadstodrive #roadstertouren

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