Karawanken Classic 2015

Die (fast) perfekte Rallye!

Die Karawanken Classic hat das Zeug zu einer Spitzenrallye zu werden. Der Weg ist ein guter, aber der Hund steckt im Detail.

Die Rallye verlief super, bis zur Mittagspause am Samstag. Das Globo Plaza mitten in Villach ist leider kein optimaler Punkt für eine Mittagspause und gleichzeitiger Zeitkontrolle, weil außen nicht viel Platz ist. Wegen das Platzmangels (nehme ich an) wurde die Zeitkontrolle auch in die Tiefgarage verlegt und genau das geht nicht. Wir hatten Startnummer 47 und schon bei unserem Weg zum Auto war der CO-Alarm zu hören. Kein Wunder – die alten Autos sind ja nicht gerade für saubere Abgase bekannt und so war die Lüftung der Garage ziemlich rasch überfordert. Wir konnten ja noch relativ bald nach draußen, aber die HelferInnen an der Zeitkontrolle waren zu diesem Zeitpunkt schon 47 Minuten dieser „dicken“ Luft ausgesetzt. Während wir warteten wurde doch die ZK nach draußen verlegt. Ich hatte noch längere Zeit „anständige“ Kopfschmerzen.

Aber dieser Pause war auch irgendwie der Wurm in der Veranstaltung. Zeitkontrollen waren mit einem kurzen Tankstopp nicht mehr zu erwischen. Wohl auch, weil weite Strecken durch 30er-Zonen führten und auch eine 35km/h-Schnittprüfung dabei war.

Schon 2013 hatten wir beschlossen die Karawanken Classic aus unserem Kalender zu streichen, weil auch damals viel Stress durch unpassende Zeitvorgaben bei Zeitkontrollen vorgegeben wurde. Seit 2014 sollte aber alles besser sein und die Rallye auf neuen Beinen stehen. Aber leider war dieser Samstagnachmittag wieder so ähnlich wie 2013.

Zu allem Überdruss war auch noch eine Timing-Sonderprüfung nur mit Vollgas überhaupt zu erwischen. Das geht am Sinn der Timingprüfungen vorbei und benachteiligt auch schwächere Autos. Unsere 230PS reichten zwar zum durchkommen, aber eine gezielte Fahrweise war so nicht möglich.

Ärger bei der Sonderprüfung und ZK

Bei der gleichen Sonderprüfung war auch der Platz für ankommende und abfahrende Fahrzeuge viel zu klein, so dass es Stau bei der Anfahrt zu Prüfung und Stau bei der anschließenden Zeitkontrolle gab. Einzelne Fahrer konnten die Timingprüfung nicht ordnungsgemäß fahren, weil der Rückstau fast bis zum Zielschlauch reichte. Das muss nicht sein und geht klar gegen den Gedanken, dass die Rallyes sicher sein sollten.

Das Wetter war bis auf ein Gewitter am Samstagnachmittag super! Und auch dieses Gewitter war zwar heftig, aber nur kurz. Im Ziel in Pörtschach wartete das nächste Gewitter – aber wir schafften es gerade noch trocken ins Hotel

Comeback von Joschi Weithaler und Michaele Klossova

Joschis Comeback 🙂

Eine besondere Freude war das Comeback von Joschi Weithaler und Michaele Klossova. Joschi war im Winter in einen Verkehrsunfall verwickelt und dabei schwer verletzt. Für seine Rückkehr haben wir ihm eine Torte spendiert.
Bei der Karawanken Classic erreichten die beiden den hervorragenden 3. Platz in der Gesamtwertung! Hut ab!!

Wir konnten in der Klasse mit 34,73 Punkten den 2. Platz erreichen und in der Gesamtwertung den 18. Platz.

1. Marc Schlager/Otmar Schlager – 14,94 Punkte
2. Erich Volk/Roswitha Volk – 15,59 Punkte
3. Joschi Weithaler/Michaela Klossova – 18,51 Punkte

Resümee

Mein Resümee ist zweigeteilt – bis Samstagmittag eine schöne Veranstaltung mit schwierigen Prüfungen und danach bleibt mir leider nur Stress und Chaos in Erinnerung. Ich denke, dass wir 2016 diese Rallye nicht im Kalender haben werden.

Der Fehler bei der ersten geheimen Timing Prüfung war nicht schlimm, weil die Prüfung ohnehin storniert wurde. Fehler passieren überall, wo gearbeitet wird, und sind auch zu verschmerzen, wenn so gut damit umgegangen wird.

Generelles Problem – Schnittprüfungen, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Vorrang geben

Auch bei der Karawanken Classic, wie auch leider bei anderen Rallyes, wurden Schnittprüfungen über Strecken mit Abbiegen über Vorrang-Geben-Tafeln geführt oder durch Geschwindigkeitsbeschränkungen mit geringerer Geschwindigkeit. Ich finde das dies keine gute Entwicklung ist. Es geht klar gegen die Sicherheit und zum Glück ist bis jetzt noch kein Unfall passiert. Sollte es einmal einen Unfall wegen einer derartigen Vorgabe geben, brennt der Hut. Es wäre besser auf solche Prüfungen zu verzichten um nicht Gefährdungssituationen heraufzubeschwören. Bei einer anderen Veranstaltung wurde eine 45km/h Schnittprüfung durch eine 30er Beschränkung geführt – der Fahrleiter meinte nur „dort wird eh nicht gemessen“, was ich aber als absolut unpassend ansehe. Wenn dort ohnehin nicht gemessen wird, sollte die Prüfung vor der Beschränkung enden und danach wieder starten. So könnte man „Raserei“ von Haus aus vermeiden und das würde dem Ruf unseres Sports gut tun.

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