Der Piz Buin ist der höchste Berg Vorarlbergs und liegt in der Silvrettagruppe an der Grenze von Graubünden (Schweiz) zu Vorarlberg (Österreich). Seine Höhe beträgt 3.312 m ü. A.

Piz Buin ist ein rätoromanischer Name und bedeutet „Ochsenspitze“; er wird PIZ BU-INN ausgesprochen. Er wird in der Silvretta an Höhe nur von der riesigen Pyramide des Piz Linard (3.410 m) und vom Fluchthorn (3.399 m) übertroffen. Der Berg markiert die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz, welche in west-östlicher Richtung über den Gipfel verläuft. Der rätoromanische Originalname ist Piz Buin Grond, im Gegensatz zum etwas kleineren Zwillingsgipfel des Piz Buin Pitschen (3.255 m), der sich direkt an den Piz Buin anschließt, getrennt nur durch die so genannte Buinlücke.

Der Große Piz Buin, wie er auch genannt wird, kann von österreichischer Seite aus über die Wiesbadener Hütte erreicht werden, indem man zuerst den Vermuntgletscher überquert (Vorsicht Gletscherspalten!), danach das Wiesbadener Grätle (Stellen im Schwierigkeitsgrad II) erklimmt und dann in die Buinlücke quert. Von dieser aus geht es stets im Zickzack Richtung Gipfel, wobei noch eine 20-m-Steilstufe im Schwierigkeitsgrad II zu überwinden ist. Ein altes hölzernes Kreuz markiert den Gipfelpunkt.

Nachdem der Gletscher unter dem Wiesbadener Grätle in den letzten Jahren immer weiter abgeschmolzen ist, wird diese Route zunehmend schwieriger und riskanter. Vor allem die Steinschlaggefahr unter dem freigelegten brüchigen Fels hat dazu geführt, dass bereits überlegt wird, diese Route zu sperren. Alternativ als einfachere Variante gilt daher der Weg vorbei an der grünen Kuppe und den Steig weiter auf den Ochsentaler Gletscher und von dort dann Richtung Gipfel.

Um zurück zur Wiesbadener Hütte zu gelangen, kann man wieder über den stark zerklüfteten Ochsentaler Gletscher absteigen.

Route und Text: Georg Bauer

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