Corvette@Höllental Classic 2016

Wie jedes Jahr, Anfang Juli zum Ferienbeginn, folgten wir dem Ruf der „Höllentaler“ zur Höllental Classic.

2015 mussten wir die Höllental Classic mit einem Defekt leider frühzeitig beenden, aber für 2016 hatten wir uns einiges vorgenommen. Zum ersten natürlich ohne Defekt durchkommen, zum zweiten keine groben Schnitzer einbauen und last but not least einen Platz unter den ersten 15, um endlich einen „echten Soukal“ mit nach Hause nehmen zu können. Die „echten Soukals“ sind die Preise, die bei der HTC verliehen werden und das sind Kolben und Pleuel, die Gerhard Soukal (einer der Veranstalter der HTC) in Handarbeit herstellt.

darum geht’s – die echten Soukals

Eine große Neuerung war, dass wir Sanduhr-Teams keine Tageszeit mehr benötigten, weil wir uns bei jeder Timingprüfung einstoppen konnten. Für diejenigen, die nicht so tief in der Materie sind. Wenn man nach Tageszeit fährt, dann lautet die Anweisung zum Beispiel – fahren sie 10Sekunden nach Minute xx über den Messschlauch. Damit ist klar, dass der Schlauch zu exakt xx:00 getroffen werden muss. Setzt aber eine Uhr mit der exakten Tageszeit voraus. Und da erzielt man die besten Ergebnisse mit einer Uhr, die auf die Veranstalterzeit synchronisert werden kann. Da diese Uhren aber auch viele andere Funktionen anbieten, ist es schwer dann noch von „Sanduhr“ zu reden.

Arbeitsgeräte

Im neuen Reglement gibt es diese Uhren für uns nicht mehr. Darum lautet jetzt die Anweisung um Roadbook – fahren sie nach Freigabe über Schlauch A und exakt 10 Sekunden später über Schlauch B.
Das bringt mit sich, dass ein Fehler beim „Einstoppen“ automatisch auch beim 2. Messschlauch zu bemerken ist. Das macht es schwieriger, aber auch weniger Abhängig von Technik.

Die Schnittprüfungen wurden weiterhin mit den GPS-Empfängern gefahren und wir Sanduhrfahrer dürfen nur analoge Stoppuhren und Schnitttabellen auf Papier verwenden. Für uns nichts neues, weil wir seit jeher so fahren.

am Start in Reichenau

Am 1. Juli begann die Rallye bei traumhaftem Wetter beim Schloss in Reichenau/Rax. Gleich zum Start mussten wir die üblichen Timingprüfungen absolvieren, jetzt aber mit Einstoppen. Und das gelang uns auf Anhieb sehr gut – die Vorzeichen für eine erfolgreiche Rallye waren also sehr gut!

Von Reichenau ging es über bereits bekannte, aber auch neue Pfade zur Therma Linsberg-Asia und in einer schönen Runde über Zillingtal, Leobersdorf, Puchberg/Schneeberg wieder zurück nach Reichenau/Rax.

Dazwischen waren natürlich eine Menge Timing- und Schnittprüfungen zu absolvieren.

Nach dem ersten Tag lagen wir voll im Plan und waren auf dem 14. Platz in der Gesamtwertung. Da sollte noch was gehen, weil das Feld extrem nah beinander war.
Bei den Timingprüfungen lief es sehr gut, bei den Schnittprüfungen hatten wir noch ein wenig Probleme, aber die Ergebnisse waren für unsere Verhältnisse nicht schlecht – also kein Grund zu jammern!

Guten Morgen

Auch der zweite Tag begann wieder mit tollem Wetter und es sollte ein richtig heißer Tag werden. Nicht nur vom Wetter her.
Alles lief super, bis zur Schnittprüfung über den Ochssattel. Gleich nach unserem Start in dir Prüfung überholte uns eine Motorradfahrerin und das sollte normalerweise kein Problem sein. Unser Schnitt war auf 40km/h festgelegt und ein Motorrad sollte bei diesem Tempo um uns Kreis fahren können. Nicht so diese Fahrerin.
Auf den geraden Stücken war sie nur wenig schneller als wir, aber in jeder Kurve trug sie ihr Bike mit 25 um die Kurve und wir konnten nicht vorbei. So wuchs unser Rückstand schnell bis auf 12 Sekunden. Das ist eine Welt beim Schnittfahren.
Endlich konnten wir vorbei, hatten aber sofort einen Vorsprung auf unsere Sollzeit, den wir wieder durch langsames Fahren abbauen mussten. Genau dabei überholte uns die Dame wieder und hielt uns ab der nächsten Kurve wieder auf. In der Zwischenzeit war ein Rudel schnellerer Motorräder bei uns eingetroffen und wir waren in der Schnittprüfung umringt von Motorrädern – vorne eines, das und aufhielt und hinter (und auch neben uns!) Motorräder beim Überholen.
Erst aber der Abzweigung hatten wir dann wieder Luft, um ordentlich Schnitt zu fahren. Die Rechnung für diese Behinderung bekamen wir in der Mittagspause mit dem Ausdruck der Zeitnehmung – 4,80 Sekunden Abweichung. Das war  wirklich viel – es hätte auch mehr sein können, aber damit waren die Chancen auf einen guten Platz in der Gesamtwertung dahin. Zu dicht ist das Feld bei dieser hochkarätigen Rallye.

Bei glühender Hitze von ca. 37°C erreichten wir den Mittagsstopp in Tulln auf dem Hauptplatz.

in Tulln

Nach dem Essen fuhren wir auf wunderschönen und wenig befahrenen Strecken wieder nach Süden zum nächsten Höhepunkt der Rallye. Der Grand Prix von Pottenstein war mit einem Geldpreis für die ersten 3 ein Highlight.
Es galt nach dem Einstoppen 4 Schläuche zu den exakten Zeiten zu treffen. Pikanterweise war die Zeit für den 3. Schlauch 34,5 Sekunden. Ganze Sekunden sind leichter zu treffen 😉

beim Grand Prix von Pottenstein

Wir fuhren den Parcour und schon ein paar Minuten später erreichte uns das Ergebnis per SMS – -0,03/-0,01/-0,06/0,07. Summe 0,17 Sekunden! Ein Fabelwert! 0.17 Sekunden bei 4 Messungen mit Einstoppen entspricht ca. 0,034 pro Schlauch! Schon am ersten Tag und bis dahin hatten wir einige wirklich tolle Zeiten – 0,02 bei 2 Schläuchen, 0,06 usw.
Ob die 0,17 aber zum Sieg reichen könnten wussten wir natürlich nicht.
Kurz darauf kam die Nachricht, dass ein Schlauch wegen eines Defektes aus der Wertung genommen werden musste und damit änderte sich das Ergebnis auf 0,11 bei 3 Schläuchen. Natürlich auch ein extrem guter Wert, aber es gab auch einige andere Teilnehmer, denen solche Zeiten zuzutrauen waren. Es war spannend.

Der Christbaum in Pernitz mit 5 Messstellen lief hingegen gar nicht gut. 1,50 Sekunden ist zwar nicht wirklich schlecht, aber auch kein Spitzenergebnis.

Pernitz

Über Haselrast, durch das Kloster- und das Höllental fuhren wir zurück nach Reichenau. Bei der Zieldurchfahrt begann es stark zu regnen und das war ein Segen der Startnummer 18. Alle dahinter fahrenden mussten sich bei zum Teil starkem Regen ins Ziel kämpfen.

Am Abend dann die Siegerehrung.

1. Platz

Wir hörten schon die Zeiten der anderen Teams in Pottenstein –

5. Platz Howadt/Howadt mit 0,36
4. Platz Diebold/Diebold mit 0,34
3. Platz Schraut/Schraut mit 0,30
2. Platz Landerl/Ragowsky mit 0,23
1. Platz Stumpf/Riedl mit 0,11
Wir konnten es erst gar nicht fassen, dass wir den Grand Prix von Pottenstein und damit den Geldpreis gewonnen hatten. Die Freude war und ist noch immer sehr groß!

Generell waren unsere Timingergebnisse an diesen beiden Tagen hervorragend.

Am Ende hatten wir folgende Ausbeute:
1. Platz beim Grand Prix von Pottenstein
2. Platz in der Klasse E
3. Platz in der Summe der Timingwertungen
8. Platz in der Sanduhrwertung
11. Platz in der Staatsmeisterschaftswertung
18. Platz in der Gesamtwertung

Damit hatten wir Grund zur Freude, aber auch ein wenig Enttäuschung schwingt mit, weil wir unser Ziel, unter den ersten 15 zu landen, knapp aber doch verfehlt hatten.
2017 schlagen wir dann wirklich zu!

Es gibt natürlich auch Sieger bei der Höllental Classic:
1. Platz – Schlager/Schlager – 15,43 Punkte
2. Platz – Weithaler/Klossova – 15,96 Punkte
3. Platz – Landerl/Ragowsky – 17,20 Punkte
4. Platz – Hemmelmayer/Horeth – 17,24 Punkte
5. Platz – Berger/Holly-Berger – 17,85 Punkte

18. Platz – Stumpf/Riedl – 24,41 Punkte

Das kompletter Endergebnis der HTC könnt ihr hier runterladen >

Ich gratuliere den Siegern ganz herzlich!

Ein Grund zur Freude war auch die MX-5 Trophy bei der Höllental Classic. 16 Teams hatten genannt und lieferten tolle Ergebnisse (z.B.: Diebold/Diebold – 4. beim Grand Prix von Pottenstein!).
Das Feedback der Teilnehmer ist einfach grandios und wir werden mit der Trophy auch 2017 sicher wieder in Reichenau am Start sein.
Uschi erreichten mit ihrem Beifahrer Klaus den tollen 5. Platz in der MX-5 Wertung!

Die Höllental Classic war wieder mal ein höllisches Vergnügen! Die Rallye von Fahrern für Fahrer ist ihrem Ruf wieder gerecht geworden.
Ein Roadbook ohne Fehl und Tadel. Ein Roadbook frei von Gemeinheiten und Rechenaufgaben. Ein Roadbook, wie man es sich nur wünschen kann.
Eine Streckenführung, die nur als genial zu bezeichnen ist und ein Team, das seinesgleichen sucht.
Die Funktionäre waren stets kompetent zur Stelle, immer gut gelaunt und aufmerksam. Hervorheben möchte ich, dass die Funktionäre beim Zieleinlauf trotz starkem Regens bis zum letzten Auto ausgehalten haben und mit Lächeln im Gesicht die Zielflagge schwenkten. Vielen Dank für euren Einsatz und die tolle Veranstaltung!
2017 sind wir bei der 10. Auflage der Höllental Classic sicher wieder dabei! Die Hotelzimmer sind schon reserviert.

Auch die Corvette hat ohne Probleme durchgehalten!

Vielen Dank auch an Egon Kahlbacher für sein tollen Fotos!

#htc #corvette

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